PV-Anlage

Aufbau und Installation

Über die Schnelligkeit der Installation staune ich noch immer. Insgesamt zwei Tage nur veranschlagte Enerix für die komplette Installation. Einige Tage vorher wurde per Spedition das Hauskraftwerk von E3/DC mit allen seinen Komponenten geliefert.

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Am längsten dauerte es, die Befestigungsschienen zu montieren.

Und tatsächlich, die Dacharbeiten waren sogar innerhalb eines Tages erledigt. 29 Solarmodule wurden innerhalb von 10 Stunden auf das Dach montiert, nebenbei arbeiteten die Elektriker an den technischen Komponenten und legten die Leitungen.
Und das war bei unserem Haus keine Kleinigkeit. Mehr als 50 Meter Kabel mussten beispielsweise für die Wallbox einmal übers Dach verlegt werden. Eine Wallbox ist praktisch, aber der Anschluss ist oft unpraktisch. Gerade bei unserem Haus hat das relativ viel Aufwand bedeutet, da es „falsch herum“ steht. Garage und Parkplatz befinden sich auf der Südseite bei der Terrasse, Stromkasten und Hauptanschlüsse sind aber auf der Nordseite im Keller beim Eingangsbereich. Da das Hauskraftwerk mit der Wallbox kommunizieren soll, hätte eine Verbindung durch insgesamt drei Wände im Keller und der Außenwand führen müssen, wäre dann in der Garage angelangt, von wo noch durch das Mauerwerk nach draußen gebohrt hätte werden müssen. Ein Wahnsinnsaufwand.
Wie praktisch war er da, dass die Leitungen kurzerhand übers Dach verlegt werden konnten.

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Die Leitungen führen vom Dach durch das gebohrte Loch in den Kellerraum, in dem das Hauskraftwerk steht.

Unter anderem hier zeigte sich, wie schön es ist, wenn man von einem eingespielten Team betreut wird. Da wurde Hand in Hand gearbeitet, die Elektriker warfen die Leitungen nach oben, die Dachdecker hoben die Dachpfannen an und legten die Leitungen darunter, die Elektriker warteten schon auf der anderen Hausseite …

Solche eingeübten Abläufe sind natürlich enorm von Vorteil. Wie mir die Dacharbeiter erzählten, hätten sie schon etliche Projekte mit den Elektrikern durchgeführt. So wusste das eine Gewerk mittlerweile fast blind, was das andere Gewerk gerade brauchte oder wollte.

Am zweiten Tag kamen dann nur noch die Elektriker, um die Arbeiten im Haus abzuschließen.
Am Ende des zweiten Tages blickten wir dann auf eine betriebsbereite Komplettanlage.

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Als die frühe Dezember-Dämmerung einsetzte, befanden sich schon alle Module auf dem Dach.

Und auch die Kollateralschäden waren nur gering. Die Wände des Treppenaufganges haben wunderschöne neue Kratzer bekommen, das ist bei dem Gewicht und der Größe des Hauskraftwerkes aber auch kein Wunder, und insgesamt mussten ein knappes Dutzend unserer alten Dachziegel dran glauben. Entweder, weil sie dem Gewicht von mehreren Monteuren auf dem Dach nicht gewachsen waren, oder weil sie beim Anpassen für die Befestigungsschienen einfach wegbröselten. 30 Jahre alte Ziegel sind eben nicht mehr so flexibel.