PV-Anlage

Vorüberlegungen

Nachdem wir Feuer gefangen hatten und die Solardachziegel auf unserem Ferienhaus den ersten Strom lieferten, wollten wir das auch für unser altes Einfamilienhaus.
Auf dem ersten Blick sind die Voraussetzungen ähnlich. Beide Häuser sind um die 50 Jahre alt. Aber unser Familienhaus bekam 1992 ein neues Dach. Die Ziegel sehen nach 30 Jahren auch nicht mehr so toll aus, aber sie sind noch tadellos in Schuss.
Dementsprechend entschlossen wir uns, dieses Dach nicht anzufassen und uns eine klassische Auf-Dach-Anlage aufs Dach zu holen.

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Das Süddach mit einer sehr dankbaren Fläche für Photovoltaikmodule.

Angebote für eine PV-Anlage einzuholen, stellt heutzutage kein Hexenwerk mehr dar. Wir haben verschiedene Anbieter kontaktiert, u.a. auch einen reinen Online-Händler.

Aber auch hier empfehle ich, die Angebote genau zu prüfen. Die Preise der Anbieter unterscheiden sich zum Teil doch erstaunlich stark. Und bei Anbietern, die scheinbar gleiche Preise aufrufen, sollte man genau schauen, was für PV-Module angeboten werden. Es gibt zum Teil erhebliche Unterschiede in der Leistung. Und dann kann das vermeintlich günstigere Angebot ganz plötzlich teurer werden, einfach, weil der Ertrag schlechter ist.

Ähnliches gilt auch für Stromspeicher. Hier sollten Sie genau überlegen, was Ihnen wichtig ist. Möchte man ein autarkes System, welches das Haus im Falle eines Stromausfalles mit Notstrom versorgen kann (sofern die Batterie geladen ist), möchte man ein möglichst „intelligentes“ System, welches auch eine Wallbox steuert und das Auto genau so langsam oder schnell lädt, wie es die Sonne erlaubt? Oder reicht ein möglichst einfaches und günstiges Gerät, weil in ein paar Jahren die Technik sowieso wieder einen Quantensprung macht.
Hier gibt es kein richtig oder falsch. Die Bedürfnisse, die Sie an die Anlage stellen, sind entscheidend. Und Ihr Budget natürlich.

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Die Ziegel unseres Haus sind nach 30 Jahren in die Jahre gekommen, aber noch in Ordnung.

Und wie sieht es mit dem Platzbedarf aus? Eine ganz banale Frage aber die Geräte der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich zum Teil deutlich in Größe und Umfang. Da gibt es längliche Kästen, die an Kühlschränke erinnern, andere sind klein, aber so dick wie sie groß sind, und wieder andere gehen eher in die Breite.
Ein kleiner Vorgriff: Bei uns stellte die relativ kleine Kellertreppe das Hauptproblem dar. Wir entschieden uns für das Hauskraftwerk S 10 Infinity von E3/DC. Ich werde nie das Bild der vier gestandenen Männer vergessen (zwei Dachdecker, zwei Elektriker), die den 90 Kilo schweren Koloss die Treppe hinunterbugsierten. Fast wäre es schief gegangen, und das Gerät hätte die letzte Kurve nicht genommen … ;-)